Dekanatspartnerschaft mit Odessa

Hinweis: ganz unten, am Ende dieser Berichte finden sie Links, die Infos zur Geschichte und Kirche St. Paul in Odessa öffnen. Auch Berichte und der Flyer des Förderkreises der Partnerschaft sind dort zu öffnen.

Sichtbares Zeichen für die Partnerschaft

von Odessa - Regensburg ist die Osterkerze, die wir aus der Dekanatskollekte anschaffen und die in der Kirche St. Paul in jedem Gottesdienst entzündet wird.

 

 

 

 

 

 

 

Die Kirchenpartnerschaft zwischen der Ev.-Luth. Landeskirche Bayern und der Deutschen Evangelisch-Lutherischen Kirche der Ukraine (DELKU) wurde im Juni 2015 beendet - derzeitiger Sprachgebrauch: "eingefroren".

Gründe sind die Vorwürfe von Bischof Maschewski, die Landeskirche habe ein korruptes System installiert und unterstützt. Leider hat er sich dann dem Dialog und Vermittlungsversuchen entzogen, sodass dieser Schritt, die Partnerschaftsbeziehungen zu unterbrechen, unvermeidlich wurde.  Inzwischen sind mehrere Pfarrer und Mitarbeiter von ihm entlassen worden und durch die Kirche geht ein Riss. Sinnbildlich wird er durch einen Schaden an einer der Kirchenwände von St. Paul. Trotz dieses bitteren Zerwürfnisses oder auch gerade deswegen, wünscht sich das zuständige Referat der Landeskirche, dass die Beziehungen udn Partnerschaften auf gemeindeebene nicht abreißen. Die Ukraine und die gemeindeglieder in Odessa haben in der schwierigen politischen und wirtschaftlichen Situation im Land dringend geistliche und diakonische Hilfe nötig. Partnerschaft bewährt sich in zeiten der Herausforderung - eine solche erleben wir jetzt. Ich hoffe sehr, dass unsere Partnerschaft, unsere Hilfe, unser Gebet dem Frieden in der Kirche und einem versöhnten Neuanfang dienen.

So sind wir zur Zeit voller Sorge wie es in der DELKU weiter gehen kann. Entscheidend wird sein, ob Bischof Maschewski "Dialog" und "Versöhnung" wirklich ernst meint, wie er in persönlichen Gesprächen betont. Die Ukraine und die Gemeinden brauchen dringend für ihre Arbeit einen stärkenden Zusammenhalt, damit sie für die Gesellschaft einen positiven Beitrag leisten können.

Wir geben die Hoffnung und das Gebet nicht auf!              (Klaus Göldner)

Gebet in den Kirchengemeinden des Dekanats anläßlich der Dekanatskollekte 2015: "Gott des Friedens, wir danken dir, dass wir mit Brüdern und Schwestern über Grenzen hinweg verbunden sind. Mit großer Sorge denken wir an die Menschen in unserer Partnergemeinde St. Paul in Odessa und bitten dich für sie und das Pfarrersehepaar Chizhov. Stärke alle, die sich um Frieden und ein versöhntes Zusammenleben in der Ukraine und in der Gemeinde bemühen. Halte die Menschen aufrecht, die unter dem Druck von kriegerischer Gewalt und wirtschaftlicher Not leiden."

    (Foto: kleines, privat gepflegtes Gärtchen mitten in Odessa)

 

Marina Lewtschenko ist seit 1998  Bauftragte des Gemeinderats St. Paul/Odessa für die Partnerschaft mit Regensburg.Im Herbst 2014 besuchte sie auf Einladung des Dekanats Gemeinden des Donaudekanats. Neben den persönlichen Begegnungen waren auch die Kurse interessant, mit denen sie die ukrainische Kunst des Eierbemalens vorstellte und mit den Tilnehmern übte. Beim Kulturfest am KÖWE/Königswiesen informierte sich OB Wolbergs bei ihr über die aktuelle Situation in Odessa (s. Fotos)

 

 

 

Aktuell:

Besuch der Partnergemeinde  St. Paul / Odessa im Mai 2016

Eine kleine Delegation aus Regensburg (Dr. Lenk (fehlt auf dem Bild), Diakon Kunhardt, die Pfarrer Rösch und Göldner) besuchten eine Woche lang die Gemeinde. Marina Lewtschenko, die Beauftragte des Gemeinderats von St. Paul für die Partnerschaft, hat uns die Stadt gezeigt und stand als Ansprechperson zuverlässig zur Verfügung. Auch die "ausgeschlossenen und entlassenen und frustriert sich abgewendeten" Mitarbeiter der Gemeinde wollten wir wiedersehen. Leider arbeitet derzeit kein Pfarrer kontinuierlich in der Gemeinde.Wir konnten Gespräche mit dem Pfarrersehepaar Chizhov, die hoffentlich bald wieder in Odessa Dienst tun zu können, der Vorsitzenden des Kirchenvorstands Natalia Yanina, Bischof Serge Maschewski, dem Gemeinderat in Petrodolina/Nowogradowka führen. Wir besuchten das "letzte Klingeln", den letzten Schultag, in der Theophil-Richter-Schule. Spenden aus der Dekanatskollekte des vergangenen Jahres und zusätzlich von mehreren Spendern überreichten wir Vitaliy Mykhaylyk für die diakonische Arbeit. Unsere Spenden reichen, um fast ein Vierteljahr die von der Diakonie betreuten alten Menschen, Suchtkranken, HIV-Infizierten und Flüchtlinge aus dem Donbas mit den nötigen Medikamenten zu versorgen. Auch Pfr. Groß in Petrodolina halfen wir für seine diakonische Unterstützung Bedürftiger, den Kinderhort und die Jugendfreizeiten. Foto: Gemeinderat von Petrodolina/Nowogradowka mit der Regensburger Delegation.

Die Kirchenmusikerin Veronika Struck organisiert den bereits "6. Internationalen Orgelsommer Odessa" mit wöchentlichen Konzerten in der Kirche St. Paul. Es ist schon großartig, was sie mit geringen finanziellen Mitteln veranstaltet. Die Konzerte finden ein Publikum weit über die Kirchengemeinde hinaus und sind eine Bereicherung für das musikalische Leben der Stadt. Leider haben versch. Sponsoren, darunter die Deutsche Botschaft, wegen der Spannungen mit dem Bischof die finanzielle Förderung dieser Veranstaltung eingestellt. So leiden auch gute Initiativen unter dem Ansehensverlust des Bischofs.

Allerorts vernahmen wir die Ratlosigkeit über den Streit und die Spannung, über unterschiedliche Darstellung von Tatsachen, über gegenseitige Gerichtsprozesse über Kündigung und Nutzung der Immobilien.

Wir haben die Einsicht mitgenommen, dass es weiterhin Sinn macht, die großartige Arbeit der Diakonie Odessa und gezielte Gemeindeinitiativen zu unterstützen. An Sachspenden überreichten wir Hostien und Altarkerzen, sowie playmobil-Figuren "Martin Luther" an Schulkinder und Kindergottesdienst.

Immer wieder vernahmen wir die Bitte: Betet für uns!

 

Die Kollekte in den Kirchengemeinden des Dekanats 2015

ergab insgesamt 1577,38 Euro. Dazu kommen 360 Euro vom Erntedankessen in St. Johannes, 300 Euro Erlös des Eine-Welt-Ladens St. Johannes, 408 Euro Spenden der Förderkreismitglieder, sowie insgesamt 815 Euro an Spenden von Einzelpersonen.

Vielen, vielen Dank für all diese Gaben!!

Die Arbeit der Diakonie Odessa konnte so mit insgesamt 2500 Euro gefördert werden. Damit konnten für ein Vierteljahr sämtliche Medikamente, die die Mitarbeiterinnen und die Ärztin der Diakoniestation an von ihnen betreute Personen ausgaben, finanziert werden. In der Ukraine müssen Medikamente selbst bezahlt werden! Der Restbetrag teilte sich auf Sachspenden (Osterkerze, Altarkerzen, Hostien, Gastgeschenke, playmobil-Lutherfiguren für die Schul- und Kindergottesdienstkinder), für die diakonische Arbeit von A. Groß in Petrodolina, für das Intern. Orgelfestival St. Paul, Schule, Kindergarten, Auslagen für Gruppenbetreuung).

 

Eröffnung der Fastenaktion „füreinander einstehen“

21. und 22. Februar 2015 in Regensburg St. Johannes

Die jährliche Aktion der Evang.-Luth. Landeskirche Bayerns  zugunsten der Partnerkirchen Osteuropas wird jedes Jahr in einer Stadt Bayerns mit besonderem Bezug zum Schwerpunktland eröffnet.

Wegen der Partnerschaft mit Odessa kam das Ökumenereferat der Landeskirche auf das Dekanat Regensburg zu und schlug die Eröffnung der bayernweiten Aktion in St. Johannes vor.

Zu Gast war der Chor "Te Deum" aus Charkow, der mit den JohannesSingers ein gemeinsames Konzert gestaltete.

Oberkirchenrat Michael Martin eröffnete die Fastenaktion im Beisein von Bischof Serge Maschewski aus der Ukraine.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kurse zur Fort- und Ausbildung von Traumatherapeuten durch Dr.med. Sabine Schönwälder aus dem Kirchenvorstand St. Johannes

Seit 2014  führt Dr. Sabine Schönwälder Kurse für Psychologinnnen und Psychologen in Odessa durch, an denen Therapeuten aus der ganzen Ukraine teilnehmen.. 

Als Reaktion auf die Eskalation der Gewalt auf dem Maidán und auf den Krieg im Osten der Ukraine haben sich in Odessa etwa 50 PsychologInnen in einem freiwilligen psychologischen Krisendienst (Voluntary Psychological Service Odessa) organisiert.

Foro rechts: Auf Einladung der Diakonie der evang.-luth. Kirche St. Paul in Odessa und des VPS hat Sabine Schönwälder im September 2014 ehrenamtlich ein 5-tägiges Workshop-Seminar „Akuttrauma und Krisenintervention“ durchgeführt. Ein Dolmetscher übersetzte vom Deutschen ins Russische.

26 PsychologInnen aus Odessa, Kiew, Iwano-Frankivsk, Donezk, Lugansk und Moskau nahmen an der Traumatherapiefortbildung teil. Sie kamen z.T. direkt aus den Kriegsgebieten und arbeiten mit Menschen, die Gewalt erlitten haben: Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten im Osten der Ukraine, Frauen, Kinder, alte Menschen, bei denen die Erinnerungen an den 2. Weltkrieg auf furchtbare Weise wieder aufleben, Soldaten und Maidán-Aktivisten. Die Resonanz war durchwegs sehr positiv und dankbar. Eine Fortsetzung des Hilfsprojekts mit weiteren Referenten ist geplant.

 Im November 2015 und Mai 2016 konnten Besucher aus Regensburg die Kurse kennenlernen. Jeweils 24 bzw 31 Personen nahmen an ihnen teil. Inzwischen haben die Kurse den Standard für ein EMDR-Zertifikat. Damit haben die teilnehmerInnen die Möglichkeit eine international anerkannte Ausbildung in Traumatherapie zu erwerben. Ausbilder aus Wien und Köln reisen an, um mitzuarbeiten. Sie alle tun dies ehrenamtlich. Die Kosten für Anreise, Spesen, Übersetzer und Lizenzgebühren werden aus Mitteln der Fastenaktion 2015 von der Landeskirche, dem Martin-Luther-Verein und der Stadt Regensburg getragen. Damit können die Seminare auch für die kommenden beiden Jahre finanziert werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

D

 

 

 

Die Kurse für Traumatherapie sind weiterhin auf Spenden angewiesen, um Flugkosten, Dolmetscher, Organisation vor Ort etc. zu finanzieren. Über den "Martin-Luther-Verein", der Projekte in Partnerkichen fördert, werden Spenden weitergeleitet und deren zweckbestimmte Verwendung belegt.

Spendenkonto: Martin-Luther-Verein in Bayern e.V.  Sparkasse Neuendettelsau

IBAN: DE 84 7655 0000 0760 7009 14

Unbedingt angeben: Verwendungszweck: „Psychosoziale Fortbildung Odessa“, Name und Adresse des Spenders für Spendenquittung

 

Ganz unten auf dieser Seite kann der ausführliche Bericht angeklickt und nachgelesen werden.

 

Besuch aus Odessa zum Katholikentag in Regensburg

Insgesamt 11 Personen waren aus Odessa zum Katholikentag angereist, darunter Viktoria, die Gästebetreuerin der Gemeinde und Andrej Klundt, der Vorsitzende des Kirchenvorstands. Dazu kam der Caritas-Direktor von Odessa und ein röm.-kath. Journalist mit seiner Frau. 

Bei einem Abendessen mit OB Wolbergs überreichte Alexander Dobroyin dem OB einen Brief an die deutsche Öffentlichkeit. Darin wird versucht ein realistisches Bild von der Situation in der Ukraine wiederzugebenund Fehleinschätzungen entgegenzutreten.Fast schon verzweifelt bitten Sie um Unterstützung gegen die bösen Absichten der russischen Regierung:

"Es steht in Ihrer Macht, Einfluss auf das Putin-Regime zu nehmen und eine weitere schreckliche Tragödie von dem ukrainischen Volk abzuwenden. Lassen Sie nicht zu, dass die Ukraine als unabhängiger Staat von der Landkarte verschwindet."

Der Brief kann ganz unten auf dieser Seite heruntergeladen werden.

 

Evang. Jugend überreicht den Erlös des Schwitztages 2014 

Bei einem freundlichen Empfang in den Räumen der Dekanatsjugend überreichten Jenny, Valentin und Anna-Lena von der Dekanatsjugend und die Dekanatsjugendleiterin Kirstin Kuntz 850 Euro an den Vorsitzenden des Kirchenvorstands Andrej Klundt. Der Erlös des Schwitztages ist für die Durchführung von Kinder- und Jugendfreiszeiten der Kirchengemeinde Odessa bestimmt. Auch Kindern aus ärmeren Famailien soll damit die Teilnahme ermöglicht werden.Die Gäste aus Odessa dankten der ej sehr für ihr tolles Engagement.

 

 

 

Friedensgebet in St. Paul/Odessa

Die schweren Unruhen am 2. Mai, die durch die Brandstiftung im Gewerkschaftshaus und in der Folge 46 Toten eskalierten, erschütterten auch die evangelische Gemeinde. Pfarrer Hamburg lud zu einem ökumenischen Friedensgebet ein, dem Vertreter zahlreicher Konfessionen folgten. Für die Opfer wurden in der Kirche Kerzen angezündet.

   

 

 

 

 

 

 

„einander schätzen - miteinander glauben“ 

"Wir freuen uns, dass ihr in diesen schweren Zeiten den Mut habt, uns zu besuchen!" - Besuchsreise Ostern 2014

Die Besuchsreise in der Osterwoche 2014 war geprägt von den schweren Auseinandersetzungen in der Ukraine, die der russischen Annektierung der Krim folgten. In Odessa war es während des Aufenthalts in der Stadt lebensfroh und ruhig. Allerdings machte ein Handgranatenanschlag prorussischer Separatisten an einer Ausfallstraße schlagartig deutlich, dass die "Lage explosiv" ist. So hatte der OECD-Beobachter in Odessa, den wir sprechen konnten, die Lage besorgt beschrieben. Schon seit Jahren arbeiten russ. Agenten im Land am Aufbau prorussischer Gruppen und versuchen die Ukraine zu destabilisieren. "Putin führt Krieg gegen die Ukraine", so die Erkenntnis des Beobachters.

In dieser schwierigen Situation Ostern zu feiern und die Hoffnung auf Zukunft lebendig zu erhalten, das erlebten wir in jenen Tagen in unserer Partnergemeinde. Die Osterkerze wurde diesmal von der sechsköpfigen Besuchergruppe mitgebracht und in der Osternacht überreicht.

Wir konnten den neuen Kindergarten und die beiden Klassen der neuen Schule besuchen, deren Mobiliar aus Regensburg stammt. Beim Gespräch im Bayer. Haus waren auch die gegenwärtigen Spannungen Thema. Es wurde dabei deutlich wie unrealistisch es ist, eine klare Trennungslinie zwischen Ukrainern und Russen zu ziehen: "Ich bin Russin und bin verheiratet mit einem Ukrainer. Ich spreche besser ukrainisch als er." (so die Direktorin des Hauses).

Der Besuch in den Außenorten Petrodolina und Nowogradowka, im Weinanbaugebiet Shabo und in den Wohngemeinschaften der Regensburger Hilfsorganisation Swetly Dom für alleinerziehnde Mütter ließen die Tage schnell vergehen. Wenige Tage vor dem Brand mit 48 Opfern im Gewerkschaftshaus verließen wir die Stadt mit sorgenvollen Gedanken. "Betet für uns!", diese Bitte gab uns die Gemeinde im Gottesdienst kurz vor dem Abflug auf den Weg.

Wenn Sie noch Näheres über die Besuchsreise wissen möchten, dann können Sie sich ganz unten auf dieser Seite den Bericht herunter laden!.

 

Die dramatischen Ereignisse um die Jahreswende 2013/14

gehen an der lutherischen Gemeinde nicht spurlos vorbei. Ihre Katharinenkirche in Kiew liegt in der Bannmeile des Präsidentenpalasts, einen Steinwurf entfernt. Während der Demonstrationen auf dem nahen Unabhängigkeitsplatz (Maidan) ist die Kirche Wärmeraum, Suppenküche und Lazarett. Pfarrer Ralf Haska versucht immer wieder zwischen den Fronten eine Eskalation zu verhindern. Einen wärmenden Tee bekommen alle, Demonstranten und Polizeikräfte.

 

Näheres:   http://www.katharina.kiev.ua/DE/index.html

 

Die Ev.-Luth. Gemeinde in Kiew gehört zu den Auslandspfarrstellen der EKD und wird immer mit einem bundesdeutschen Pfarrer besetzt.

Weitere Infos auch unter:

http://www.tagesschau.de/ausland/ralf-haska-portraet100.html

http://aktuell.evangelisch.de/artikel/90616/st-katharina-kiew-hier-gibt-es-tee-und-hoffnung

http://aktuell.evangelisch.de/artikel/90620/evangelischer-bischof-ukraine-die-kirche-bleibt-tag-und-nacht-offen

 

Neuer Bischof  Serge Maschewski

 

Erstmals seit Bestehen der Deutschen Evangelisch-Lutherischen Kirche der Ukraine (DELKU) wurde ein einheimischer Pfarrer für diesen Dienst von der Synode gewählt und in sein Amt eingeführt. Bisher waren Pfarrer aus Bayern für diese Leitungsaufgabe entsandt worden. Zuletzt Uland Spahlinger, der noch bis Frühjahr 2014 im Amt war.

Serge Maschewski (37) war mehrere Jahre Pfarrer in Dnepropetrowsk und stammt ursprünglich aus Kasachstan. Sein Urgroßvater war bereits Pfarrer in der Ukraine bis die Familie wie viele andere Deutsche nach Kasachstan zwangsumgesiedelt wurden. Die kleine lutherische Kirche hat doch große Strahlkraft und findet mit ihrer Arbeit viel Beachtung. "Unsere Kirche kann eine Brücke sein zu verschiedenen Konfessionen und offen sein für den ökumenischen Dialog", sagte Maschewski nach seiner Wahl. Sitz des Bischofs ist Odessa. Gemeindepfarrer von Odessa ist Andreas Hamburg.

Am Samstag, den 15. Februar 2014, wurde Pastor Maschewski durch den Vorsitzenden des Bischofsrates des Bundes ELKRAS, Bischof Alfred Eichholz, Bishkek (Kirgisien), in sein Amt eingeführt und für seinen Dienst gesegnet.

 

Freunde aus Odessa ganz nah

Kirstin Kuntz von der Evangelischen Jugend veranstaltete wieder eine Sommerfreizeit, die 15 Jugendliche aus Odessa und Regensburg vom 3. bis 17. August 2013 zusammenführte. Empfang bei OB Schaidinger, Kloster Weltenburg, Hochseilgarten, Fahrradtour im Altmühltal, bunte Abende mit Folklore aus Odessa und ein zweisprachiger Gotetsdienst in der Kelheimer Matthäuskirche machten die Tage unvergesslich. Auch ein Gastbesuch bei Familien im Diekanat half die Kontakte zu vertiefen.

Wie wichtig  solche Begegnungen für das Zusammenwachsen innerhalb Europas und die politische Bildung sind, zeigte sich auch an dem großen Interesse der Gäste an den demokratischen Srukturen in Deutschland. Kein Wunder - waren doch allerorts die Wahlplakate zu sehen. Auch der Besuch im Rathaus gab Anstoß zu näherem Austausch über die politischen Systeme und die Rolle der Politiker.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 2012: Die Besuchergruppe aus dem Dekanat Regensburg



 

 

 

 

 

 

 

Vielen Dank für 45 Kartons mit Bettwäsche,

die wir entgegen nehmen konnten. Sie sind gut in Odessa angekommen und wurden dem Kloster St. Michael für sein Altenheim weitergegeben.

Hans Heinersdorfer (l.) organisiert bereits den 32. Transport mit Hilfsgütern nach Odessa. Diesmal werden vor allem medizinische Geräte und Krankenbetten in eine Unfallklinik in Odessa gebracht.


Aus einer Regensburger Grundschule konnten Tische, Bänke, Tafeln zur Einrichtung der Theophil-Richter-Schule der evang. Gemeinde mitgeliefert werden. Inzwischen geht die Schule ins dritte Jahr. Jedes Jahr kommt eine neue erste Klasse dazu.

 

 

 

 

Förderkreis gegründet

Wer regelmäßig mit Informationen zu Odessa und der Partnerschaft erhalten möchte, sowie mit einem kleinen Betrag die Gemeinde in Odessa unterstützen möchte, der kann gerne dem Förderkreis beitreten. Das Info-Blatt dazu ist ganz unten auf dieser Seite zum Herunterladen angehängt.

Vielen Dank für 220 Euro, die 2013 zusammenkamen und mit denen die sozial-diakonische Arbeit in Kudrjavka, einem sehr abgelegenen Dorf, unterstützt wird.

 

Lesen Sie weiter über die Partnerschaft mit Odessa:

Ketchup und Katechismus - Das Besondere der Lutherischen Kirche in der Ukraine
Katharina und multikulturell - Zur Geschichte von Odessa

Unterdrückung und Aufbau - Zur Evangelisch-Lutherischen Gemeinde in Odessa

einst Ruine - heute Kunstwerk - die Kirche St. Paul

Großereignis für die ganze Stadt - Einweihung von St. Paul am 16. April 2010

Die Partnerschaft mit Odessa macht den Gemeinden im Dekanat Regensburg bewusst, dass es eine weltweite Gemeinschaft lutherischer Christen gibt. Es ist bereichernd zu sehen mit welcher Freude, mit wie viel Einsatzbereitschaft und Geduld trotz geringer Mittel und widriger Lebensumstände Gemeindeleben gestaltet wird. Es ist ein Segen für unser Dekanat diese Partnergemeinde in Odessa zu haben.

Ein Gebet:

Gott, der du Menschen im Vertrauen auf dich über Grenzen und Länder hinweg verbindest,
wir danken dir für die Partnerschaft mit der Kirchengemeinde in Odessa.
Lass ihre Freude über die neue Kirche einladend sein für Menschen in ihrer Stadt.
Hilf mit, dass von den Gottesdiensten und dem Leben der Gemeinde deine Botschaft von Frieden und Versöhnung hinausgeht in Familien, Stadt und Land.
Stärke und erhalte die Arbeit in der Diakoniestation an alten Menschen und HIV-Infizierten.
Lege deinen Segen auf Kinder- und Jugendgruppen, auf Bibelstunden und Gottesdienste, auf Ehren- und Hauptamtliche.
Wir wünschen uns, dass unsere Partnerschaft uns gegenseitig im Glauben an dich stärkt.
Amen.

Ein Lied, das gerne auf Deutsch und Russisch in den evangelischen Kirchen der Ukraine gesungen wird:
Segne und behüte uns durch deine Güte!
Herr, erheb dein Angesicht über uns und gib uns Licht!
Schenk uns deinen Frieden alle Tag hienieden;
gib uns deinen guten Geist, der uns stets zu Christus weist.

Für weitere Informationen steht zur Verfügung:
Klaus Göldner, Pfarrer und Dekanatsbeauftragter für die Partnerschaft mit Odessa,
Tel. 0941 / 46520760, klaus.goeldner@gmx.de

Spenden für Jugendarbeit, Diakoniestation und Unterstützung der Partnerschaft gerne an:
Ev.-Luth. Dekanat, IBAN: DE54 5206 0410 0001 606 808, BIC: GENODEF1EK1, Evangelische Bank, Stichwort: Partnerschaft Odessa.