Mit einem festlichen Gottesdienst ist Pfarrerin Lisa Hacker am Sonntag offiziell in ihre neue Pfarrstelle in der Evangelischen Kirchengemeinde Neutraubling eingeführt worden. Viele Gemeindeglieder, Gäste aus Kirche, Kommune und katholischen Partnergemeinde füllten die Kirche und verliehen der Einführung einen warmherzigen, erwartungsvollen Rahmen.
„Ihr habt euch gesucht und gefunden“ – Dekanin Karolin Gerleigner führt ein
In ihrer Ansprache würdigte Dekan Karolin Gerleigner den gemeinsamen Weg, der nun für Gemeinde und Pfarrerin beginnt.
„Ihr habt euch gesucht und gefunden – die Gemeinde Neutraubling und Lisa Hacker“, sagte die Dekanin. Besonders das Vorstellungsvideo, das die Kirchengemeinde gedreht hatte, um Bewerber*innen zu interessieren, habe überzeugt. Schon bei der Vorstellung von Pfarrerin Lisa Hacker und ihrer Probeandacht war sofort gegenseitige Sympathie zu spüren.
Gerleigner nutzte die Gelegenheit, um Pfarrerin Ingrid Koschnitzke sowie dem gesamten Haupt- und Ehrenamtlichen-Team für ihre in der Vakanzzeit geleistete Arbeit zu danken.
Innovativ, klar positioniert und voller Ideen
In ihren einführenden Worten zeichnete die Dekanin ein Bild der neuen Pfarrerin: innovativ, energievoll, offen für Neues – und mit einer differenzierten Sicht auf die Dinge.
„Lisa Hacker probiert gerne aus, gestaltet Kirche aktiv und scheut nicht davor zurück, Position zu beziehen.“
Ein weiterer Schwerpunkt ihres Wirkens sei ihr Engagement im interreligiösen Dialog, der ihr seit vielen Jahren ein persönliches Anliegen ist.
Stehen – ein Bild für Gemeinschaft und Halt
In ihrer Predigt nahm Pfarrerin Hacker die Gemeinde mit in eine Betrachtung des Wortes „Stehen“ – ein alltäglicher Begriff, der unterschiedlichste Bedeutungen in sich trägt. Stehen kann Halt geben." Als Christen stehen wir auch auf zum Gebet und zum Segen. Sie betrachtete, wie Stehen wirken kann: "Es kann ermutigen, manchmal aber auch wahnsinnig anstrengend sein. Es kann verbinden -am Grab oder auch im Gebet.“ Der Ruf ich stehe mir bei, ist ein Ausdruck dieser Sehnsucht nach Unterstützung.
Einen besonderen Moment bildete ihr Zuspruch an die Gemeinde:
„Ich stelle mich zu euch." Sie freue sich darauf, in dieser Gemeinde zu stehen: vor Klassen, bei Taufen, bei Beerdigungen, im gemeinsamen Gebet.
Grußworte aus Kommune und Ökumene
Im Anschluss sprachen Gäste ihre Glück- und Segenswünsche aus.
Der Bürgermeister der Stadt Neutraubling Harald Stadler hob stellvertretend für die 30 politischen Gemeinden im Gemeindegebiet der Kirchengemeinde Neutraubling, die Bedeutung eines guten Austauschs zwischen Kirche und Kommune hervor und äußerte die Hoffnung, dass die vielfältigen Angebote weitergeführt und auch erweitert werden. Auch der katholische Kollege Pfarrer Joseph Weindl schloss sich herzlich an und freue sich auf die fruchtbare Ökumenische Zusammenarbeit.
Sekt, Begegnung und neue Gespräche
Beim anschließenden Sektempfang kamen Gemeinde und Gäste miteinander ins Gespräch. Viele nutzten die Gelegenheit, ihre neue Pfarrerin persönlich kennenzulernen – ein Auftakt, der deutlich machte: Die Freude auf gemeinsame Wege ist groß.