Luigi Toscano - Ein außergewöhnlicher Weg in das Herz der Erinnerungskultur

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Am Donnerstag, den 23. Juli 2026, um 17:30 Uhr treffen der international bekannte Fotograf Luigi Toscano und Christian Kopp, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und Sprecher des Bayerischen Bündnisses für Toleranz, im Evangelischen Bildungswerk Regensburg aufeinander. Gemeinsam sprechen sie darüber, wie Erinnerungskultur nicht nur vermittelt, sondern unmittelbar erfahrbar gemacht werden kann.

Ausgehend von seinem aktuellen Buch „Kanakenkind“ erzählt Luigi Toscano von seinem Aufwachsen als Sohn sizilianischer Einwanderer in Deutschland, von Ausgrenzung und sozialer Härte – und davon, wie er in der Fotografie eine Ausdrucksform und eine Haltung gefunden hat. Seine persönliche Geschichte wird dabei zum Ausgangspunkt für eine größere gesellschaftliche Perspektive auf Herkunft, Zugehörigkeit und Verantwortung.

International bekannt wurde Toscano durch sein Langzeitprojekt „Gegen das Vergessen“. Dafür porträtierte er mehr als 600 Überlebende des Holocaust. Seine großformatigen Fotografien wurden weltweit im öffentlichen Raum gezeigt – an Bahnhöfen, auf zentralen Plätzen und an historischen Orten wie Babyn Jar, Paris und New York. Sie holen die Erinnerung aus geschlossenen Ausstellungsräumen heraus und bringen sie mitten in den Alltag der Menschen.

Im Zentrum seiner aktuellen Arbeit steht die Verbindung von persönlicher und historischer Erinnerung. Beispielhaft zeigt sich dies in der Geschichte von Anna Iwanowa aus Kyjiw, deren Lebensweg Toscano rekonstruiert und sichtbar gemacht hat. Damit eröffnet er Fragen nach Herkunft und Gewaltgeschichte, aber auch nach der Verantwortung der Gegenwart.

Als von der UNESCO ernannter „Artist for Peace“ schafft Toscano mit seinen Ausstellungen und Veranstaltungen Räume für Begegnung, Austausch und Reflexion. Im Gespräch mit Landesbischof Christian Kopp geht es darum, warum eine lebendige Erinnerungskultur für Demokratie und Menschenwürde unverzichtbar ist.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Evangelischen Bildungswerk Regensburg e.V., dem Bayerischen Bündnis für Toleranz und der Stabsstelle Gedenk- und Erinnerungsarbeit sowie Extremismusprävention der Stadt Regensburg statt.

Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Um Anmeldung bis Mittwoch, den 22. Juli 2026, um 12:00 Uhr wird gebeten.

Das Evangelische Bildungswerk Regensburg e.V. und seine Kooperationspartner laden alle Interessierten ein, zuzuhören, mitzudiskutieren und gemeinsam darüber nachzudenken, wie Demokratie, Menschenwürde und gesellschaftlicher Zusammenhalt geschützt und gestärkt werden können.

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